Bonitätsprüfung – damit der Immobilienverkauf nicht platzt

Bonitätsprüfung – damit der Immobilienverkauf nicht platzt

17. November 2025
3D-Illustration eines konzeptionellen Messgeräts mit Nadel, die auf sehr gut zeigt- Geschäftskreditbewertungskonzept Bonitätsprüfung

Ihr Kaufinteressent ist sympathisch, Sie gehen mit ihm zum Notar und unterschreiben den Kaufvertrag. Doch dann kommt die böse Überraschung: Der Immobilienverkauf muss rückabgewickelt werden und die Vermarktung von vorne beginnen. Warum? Die Finanzierung Ihres Käufers ist geplatzt. Mit einer Bonitätsprüfung kann das vermieden werden.

Beim Immobilienverkauf lauern viele Tücken, die den Erfolg schmälern.

Gehen Sie den Verkauf professionell an. Wir helfen Ihnen dabei. Kontaktieren Sie uns.

 

Die Rückabwicklung des Immobilienverkaufs und mit der Vermarktung wieder von vorne zu beginnen, ist nicht nur lästig, es kann für Sie sogar finanzielle Nachteile haben. Sehen beispielsweise Immobiliensuchende eine Immobilie erneut in den Online-Portalen, macht sie das skeptisch. Sie fragen sich, ob mit der Immobilie etwas nicht stimmt. Oft kann eine Immobilie dann nur noch unter Wert verkauft werden, um überhaupt einen Käufer zu finden. Deshalb prüfen Qualitätsmakler die Bonität von Interessenten.

Wie hoch ist das Risiko?

Bevor Sie den Kaufvertrag mit dem Käufer unterzeichnen, sollten Sie wissen, ob er sich Ihre Immobilie und die Kaufnebenkosten überhaupt leisten kann. Die Nebenkosten gelten als gesamtschuldnerische Kosten. Zahlt sie der Käufer nicht, kann das Finanzamt sie von Ihnen als Verkäufer fordern. Sie können die Nebenkosten dann wieder vom Käufer fordern.

Auskunftei

Um die Bonität eines Kaufinteressenten zu prüfen, können Sie sich an eine Auskunftei wie beispielsweise der Schufa wenden. In der Regel erteilen diese aber nur Auskünfte an ihre Mitglieder. Da die Beiträge hierfür oft hoch sind, lohnt sich das bei einem einmaligen Immobilienverkauf kaum. Zudem wird gemäß § 29 Abs. 2 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ein „berechtigtes Interesse“ gefordert. Um das nachzuweisen, ist Formulierungsgeschick gefragt.

Selbstauskunft

Sie können natürlich auch eine Selbstauskunft des Interessenten verlangen. Dieser kann sie bei einer Auskunftei einholen. Achten Sie darauf, dass sie aktuell ist, die persönlichen Daten des Interessenten, Score-Werte, mit denen Sie das Risiko einschätzen können, sowie positive und negative Zahlungserfahrungen enthält.

Finanzierungszusage des kreditgebenden Instituts

Eine Alternative dazu ist eine Finanzierungszusage der Bank des Interessenten. Hierbei sollten Sie unbedingt auf Folgendes achten: Der Kredit sollte ausdrücklich zur Finanzierung der Immobilie bestimmt sein. Darüber hinaus sollte die Auszahlung nicht an zusätzliche Bedingungen geknüpft sein, die eine termingerechte Zahlung verhindern können.

Qualitätsmakler wissen, wie sie die Zahlungsfähigkeit eines Interessenten prüfen. Sie finden für Sie den passen Käufer und helfen Ihnen, die Rückabwicklung des Immobilienverkaufs zu vermeiden. Lassen Sie sich von einem Immobilienprofi beraten.

Möchten Sie sichergehen, dass Ihr Kaufinteressent zahlungsfähig ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © Olivier26/Depositphotos.com

Immobilienmagazin

  • Kaufnebenkosten bei Immobilien: Diese zusätzlichen Ausgaben sollten Sie einplanen
    Beim Immobilienkauf richtet sich der Blick zunächst meist auf den Kaufpreis. Doch damit ist die finanzielle Planung noch nicht abgeschlossen. Zusätzlich fallen verschiedene Kaufnebenkosten an, die das benötigte Budget spürbar erhöhen können. Wer Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und mögliche weitere Ausgaben von Anfang an berücksichtigt, weiß genauer, welche Immobilie tatsächlich ins eigene Budget passt und verhindert […]
  • Was erwartet mich beim Notar? So läuft der Immobilienkauf beim Notartermin ab
    Ist der passende Käufer gefunden und sind sich beide Seiten über den Verkauf einig, steht einer der wichtigsten Schritte des Immobiliengeschäfts bevor: der Termin beim Notar. Gerade wer zum ersten Mal eine Immobilie kauft oder verkauft, fragt sich häufig, was dort eigentlich passiert und worauf man sich vorbereiten sollte. Der Notartermin dient dazu, die getroffenen […]
  • Notarkosten beim Immobilienkauf: Welche Ausgaben zusätzlich zum Kaufpreis entstehen
    Wer eine Immobilie kauft, sollte neben dem Kaufpreis auch die zusätzlichen Kosten rund um den Eigentumsübergang im Blick behalten. Dazu gehören insbesondere die Gebühren für den Notar und das Grundbuch. Da Grundstücks- und Immobilienkäufe in Deutschland notariell beurkundet werden müssen, sind diese Ausgaben fester Bestandteil des Kaufprozesses. Ihre Höhe richtet sich nach gesetzlichen Vorgaben und […]