Ist der Kauf einer Immobilie vereinbart, wird der Vertrag vorbereitet und die Abwicklung geplant. In Österreich läuft der Eigentumserwerb anders als beim deutschen Notartermin: Entscheidend sind ein grundbuchsfähiger Kaufvertrag und die spätere Eintragung der Käuferin oder des Käufers ins Grundbuch.
Vor dem Termin: Der Kaufvertrag wird vorbereitet
Vor der Unterzeichnung werden die wesentlichen Vereinbarungen festgehalten und die Liegenschaft im Grundbuch geprüft. Häufig erstellen eine Rechtsanwaltskanzlei oder ein Notariat den Kaufvertrag und bereiten die Eintragung vor. Wichtig sind klare Regelungen zu Kaufpreis, Zahlungsweg, Übergabe, bestehenden Belastungen und allfälligen besonderen Absprachen.
Was passiert beim eigentlichen Notartermin?
In Österreich muss ein Immobilienkaufvertrag nicht generell wie in Deutschland notariell beurkundet werden. Für die Eintragung ins Grundbuch müssen die Unterschriften auf dem Vertrag jedoch grundsätzlich gerichtlich oder notariell beglaubigt sein. Der Vertrag enthält üblicherweise auch die Aufsandungserklärung: Damit stimmt die Verkäuferseite der Eintragung des Eigentumsrechts für die Käuferseite zu.
Welche Punkte werden im Kaufvertrag geregelt?
Der Vertrag bezeichnet die Liegenschaft und regelt unter anderem Kaufpreis, Zahlungsbedingungen und Übergabe. Auch der Zeitpunkt, ab dem Besitz, Nutzen und Lasten übergehen, sollte eindeutig vereinbart sein. Bestehende Pfandrechte oder andere Belastungen sowie deren Löschung sind ebenfalls zu berücksichtigen.
Muss der Kaufpreis direkt beim Notartermin bezahlt werden?
Das richtet sich nach dem Vertrag. Häufig wird der Kaufpreis treuhändig über eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt oder ein Notariat abgewickelt. Das Geld wird dabei auf einem Treuhandkonto verwahrt und erst ausgezahlt, wenn die vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind, etwa die Lastenfreistellung und die Eintragung im Grundbuch. Eine solche Abwicklung kann beide Vertragsparteien absichern.
Wann gehört die Immobilie tatsächlich dem Käufer?
Die Unterzeichnung und Zahlung allein machen die Käuferseite noch nicht zur grundbücherlichen Eigentümerin oder zum grundbücherlichen Eigentümer. Das Eigentum wird grundsätzlich erst mit der Eintragung ins Grundbuch erworben. Die tatsächliche Übergabe von Schlüsseln sowie Besitz, Nutzen und Lasten richtet sich nach dem Kaufvertrag.
Wie kann ich mich auf den Notartermin vorbereiten?
Lesen Sie den Vertragsentwurf sorgfältig und klären Sie offene Fragen vor der Unterzeichnung. Besondere Vereinbarungen zur Übergabe, zum Inventar oder zum Zustand der Immobilie sollten im Vertrag berücksichtigt sein. Auch die Finanzierung und der vereinbarte Zahlungsweg sollten rechtzeitig geklärt werden.
Der Notartermin als wichtiger Schritt zum Eigentumsübergang
Eine sorgfältige Vertragsgestaltung und eine sichere Abwicklung schaffen Klarheit für beide Seiten. Fachkundige Unterstützung hilft, die Grundbuchseintragung und die Zahlungsbedingungen passend zum konkreten Kauf zu koordinieren.
Gut vorbereitet zum Immobilienverkauf
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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